Umbau- und Erweiterung Realschule Remshalden

Bauherr: Gemeinde Remshalden
Leistungsbild: LPH 5-9
Projektstart: 2015

Anfang der 1970er Jahre wurde in Geradstetten ein Schulgebäude in Stahlbetonskelettbauweise mit vorgehängten Fertigteilen aus Sichtbeton errichtet. Das Gebäude für eine Hauptschule wurde vom Architekten Arnold Fischer aus Geradstetten entworfen und gebaut. Bereits zum damaligen Zeitpunkt wurde eine abschnittsweise Erweiterung angedacht. Der Entwurf zeichnet sich durch eine gründlich durchdachte Gliederung und dem Einsatz von Sichtbeton und Sichtmauerwerk aus.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Infrastruktur und der Städtebau in der direkten Umgebung weiterentwickelt. Mit dem Beschluss der Gemeinde Remshalden, das Betreiben einer Hauptschule aufzugeben, wurden die Planungen hinsichtlich einer Umnutzung als Realschule begonnen. Dabei stellte sich heraus, dass nicht nur energetische und gebäudetechnische Sanierungsmaßnahmen erforderlich werden, sondern auch die Erweiterung der vorhandenen Flächen, für eine 3-zügige Realschule.

Ein zusätzlicher Gebäudeabschnitt im Sinne des Originalentwurfs vom Architekten Fischer war durch die Lage der Vom-Stein-Straße nicht möglich. Die Erweiterung des Altbaus sollte dennoch in enger Anlehnung an das vorhandene baukörperliche Prinzip erfolgen. So wurde westlich des Altbaus, parallel zur Vom-Stein-Straße ein Baukörper mit vergleichbarer Masse ergänzt, unter Berücksichtigung der vorhandenen Trauf- und Geschosshöhen. Ebenso wurde das Schulgebäude im Osten um eine Achse erweitert. So konnten die erforderlichen Flächen hergestellt und die notwendigen Treppenanlagen errichtet werden, ohne das vorhandene Gebäude zu entstellen.

Der Entwurf von Michel + Wolf Architekten sieht vor, eine Verbindung von Alt und Neu herzustellen - Außen wie Innen. So wurde bei der Konstruktion und Gestaltung des Neubaus der Sichtbetoncharakter des Altbaus aufgenommen. Das umgesetzte Farb- und Materialkonzept unterstützt den zentralen Entwurfsgedanken. Die vorhandene räumliche Struktur des Altbaus legt eine Raumnutzung nach dem Lehrerraumprinzip nahe, dessen Umsetzung die Lehrerschaft interessiert angenommen hat.

Bei der Umsetzung mussten zahlreiche Hürden genommen werden, um die vorhandene Bausubstanz für die zeitgemäßen Anforderungen zu ertüchtigen. Unter anderem mussten Brandschutzdecken in Verbindung mit der Rohdecke eingebaut werden. Die vorhandenen Sichtmauerwerkswände mussten aus konstruktiven Gründen durch Leichtbauwände ersetzt werden.

REMSHALDEN.pdf

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