Drei-Linden-Schule
in Gaukönigshofen
Landkreis Würzburg
Bauherr: Landkreis Würzburg
Leistungsbild: LPH 1-9
Projektstart: 2022
Der Neubau ergänzt die westlich vorhandene Mittelschule und den südlichen Ortsrand um einen eigenständigen, klar gefassten
Baustein, der sich selbstverständlich in die abfallende Topographie einfügt. Der kompakte, dreigeschossige Baukörper
bietet flexible Lern- und Aufenthaltsbereiche, die dem Leitgedanken „Persönlichkeit entwickeln – Selbstvertrauen gewinnen –
Freude am Lernen entdecken“ räumlich Ausdruck verleihen.
Mit der neuen Förderschule wird ein wichtiger Fortschritt für die Bildungsangebote im südlichen Landkreis Würzburg gesetzt.
Als Teil der „Drei‑Linden‑Schule“ wird der Standort Gaukönigshofen künftig ein verlässlicher Ort für gemeinsames Lernen und
individuelle Förderung sein. Bis zu 80 Schülerinnen und Schüler finden hier eine zeitgemäße, liebevoll gestaltete Lernumgebung,
die auf ihre persönlichen Bedürfnisse eingeht und ihnen Raum für Entwicklung und Selbstvertrauen schenkt.
Die Erschließung erfolgt über die südliche Stirnseite, wo sich der Schulhof als zentraler Außenraum befindet. Die Freianlagen
sind in zwei Ebenen gegliedert: südlich die befestigten Pausenflächen, nördlich eine naturnahe Zone als Übergang zur Wohnbebauung.
Vorgelagert sind Müllstandort, Stellplätze und eine Wendefläche.
Der aus dem Baukörper herausgeschnittene Haupteingang schafft eine klare Adresse und führt in die großzügige Pausenhalle,
die als Aula, Verteilerraum und Treffpunkt dient. Eine zentrale Treppe verbindet alle Ebenen über einen offenen Luftraum.
Im Erdgeschoss liegen Lehrerbereich, Verwaltung, Sonderpädagogik sowie Fachräume wie Musik und Motorik.
Im Obergeschoss sind Klassen- und Gruppenräume in zwei offenen Lernclustern für Grund- und Mittelschule organisiert. Diese
Bereiche dienen zugleich als pädagogische Erschließungs- und Garderobenflächen und ermöglichen sowohl intime als auch
transparente Lernorte, die Individualität und Gemeinschaft gleichermaßen fördern.
Das nördlich ebenerdige Untergeschoss nimmt Werkraum, Lehrküche, textiles Gestalten und den Ganztagesbereich mit Ausgabeküche
auf. Lager- und Technikräume liegen im rückwärtigen, im Erdreich eingebetteten Bereich.
Der Neubau ist als effizienter Dreibund mit kurzen Wegen konzipiert. Lehr- und Verwaltungsräume orientieren sich nach außen,
während die Mittelzone Sanitär- und Nebenräume aufnimmt. An den Stirnseiten erweitern sich die Flurzonen zu Aufenthalts- und
Lernbereichen.
Konstruktiv entsteht das Gebäude in Holz‑Hybrid‑Bauweise: punktgestützte Decken aus Stahlbeton mit Recycling‑Verdrängungskörpern,
aussteifende Massivwände und Treppenhauskerne sowie eine hochvorfertigte Holztafelhülle. Die Förderschule misst ca. 46 m × 25 m..